Medienanthropologie I

An dieser Arbeitsgruppe beteiligten sich Mitglieder der Teilprojekte A1, A3, A4, B2 und B7. Im Zentrum der Initiative stand die Absicht, zunächst auf theoretischer Ebene die Reichweiten und Probleme der Begriffskopplung 'Medien/Anthropologie' abzustecken. Fokussiert wurde dabei ein Medienbegriff, der am Paradigma menschlicher Wahrnehmung orientiert ist, und der sich inzwischen neben einem technischen und einem kommunikationstheoretischen Medienbegriff etabliert hat. Dieser Medienbegriff öffnet sich anthropologischen Diskursen diverser Ausrichtung, die ihrerseits mit der Prämisse der Ergänzungsbedürftigkeit des Menschen mediale Formationen mit beschreiben. Hier lokalisierte die Arbeitsgruppe ein zentrales, ihre Forschung fortan leitendes Problem. Da ein so weitmaschiger, allgemeiner Medienbegriff kaum Trennschärfe besitzt und sich kaum von 'Kultur' im weiteren Sinn abgrenzen lässt, kristallisierte sich in der Arbeitsgruppe folgender Lösungsansatz heraus: Zur Konturierung eines anthropologisch perspektivierten, hinreichend komplexen Medienbegriffs müssen die spezifischen Modalitäten der Koordination, Streuung, Dissoziation, der selektiven Herausforderung oder Unterdrückung anthropologischer Aspekte beschrieben und in Relation zu bestimmten 'Medien' Konfigurationen aus Technik, Praxis und Diskursen gesetzt werden. Dieser Ansatz konnte auf der von der Arbeitsgruppe ausgerichteten Tagung 'Mensch-Maschine-Theorie' (16./17. April 2004) mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Bonn, Düsseldorf, Köln und München diskutiert und vertieft werden.

Nachwuchsforscher

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