Avantgarde - Medien - Performativität
Inszenierungs- und Wahrnehmungsmuster zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Herausgeber:

Marijana Erstic, Gregor Schuhen, Tanja Schwan

Avantgarde - Medien - Performativität

Die Frage nach der Medialität der Avantgarden im Kontext des 'performative turn' bildete eines der Leitthemen der Nachwuchsforscherarbeit innerhalb des Teilprojektes B2, das seinen Ausgangspunkt in einer gemeinsam mit dem Teilprojekt B1 veranstalteten Präsentation fand und universitätsintern zum Austausch mit den Wissenschaftlern der Romanistik an der Universität Siegen geführt hat. Diese interne Diskussion konnte um externe Kontakte zur Hochschule der Künste (Berlin), zur Universität Leipzig und zur Universität Bonn sowie zu Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, die sich vorrangig mit dem Thema der Performativität der Avantgarden beschäftigen, bereichert werden. Als Resultat des Austausches fokussiert der Sammelband 'Avantgarde Medien Performativität' (2005) Probleme der Avantgarde, und zwar sowohl unter dem Aspekt des Medienumbruchs 'um 1900' als auch unter dem der Performativität. Damit schließt die Publikation an jenes wissenschaftliche Paradigma an, das aktuell und ausgehend von dem Problem der 'performance' institutionalisierter sprachlicher Äußerungen über die literaturwissenschaftliche Frage nach der Performativität als (Selbst-) Referentialität vor allem in den Kultur- und Theaterwissenschaften sowie in den gender studies diskutiert wird.

Im Sinn der skizzierten Arbeitsschwerpunkte verstanden und verstehen sich die Arbeitsgruppen der Nachwuchsforscher als Ergänzung zu den Fragestellungen der Teilprojekte, wobei sie letztere auch im Sinn ihrer Vernetzung zum allgemeinen Horizont des Forschungskollegs zusammenführt. In hervorragender Weise ist dieses Konzept durch die Nummer 93 (2004) der Zeitschrift Sprache und Literatur (Thema: 'Medienumbrüche') repräsentiert, an der sich Nachwuchsforscher der Teilprojekte A1, A3, A4, A5, B6 und B7 beteiligt haben. Dort deutet sich in innovativen Beiträgen die vielschichtige Komplexität des Rahmenthemas 'Medienumbrüche' ebenso an wie der forschungsstrategisch bestimmende Gedanke, dass eine solche Komplexität nur durch die ihr entsprechenden transdisziplinären Kooperationen angemessen zu bearbeiten ist.

Nachwuchsforscher

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