A2 Mediale Integration von ethnischen Minderheiten

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Projektleiter:
Prof. Dr. Rainer Geißler
Tel.: +49(0)271/740-4500

Prof. Dr. Horst Pöttker
Tel.: +49(0)231/755-4117/2827

MitarbeiterInnen:
Harald Bader
Natalie Geese
Parisa Javadian N.
Dr. Daniel Müller

Raum: AE-B 104

Tel: +49 (0)271/740-4953

Projektlaufzeit:
2002 -

Projektfoto

Zum gegenwärtigen Medienumbruch gehört eine rasante Ausdifferenzierung der Angebote, die auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten werden. Die zunehmende Digitalisierung der Medien verstärkt diesen Umbruchsprozess zusätzlich, indem sich zugleich die Trennung zwischen Medienproduktion und –nutzung relativiert. Parallel dazu findet in Deutschland ein sozialer Umbruch statt, in dem das durch Einwanderung entstandene multiethnische Segment rapide wächst. In dieser doppelten Umbruchsituation stellt sich die Frage nach der Rolle der Medien bei der Integration der ethnischen Minderheiten. Dieser Frage geht das Projekt nach. Dabei wurde in den zurückliegenden Phasen unter anderem untersucht, ob sich aus den Erfahrungen der klassischen Einwanderungsländer USA und Kanada mit medialer Integration von Minderheiten Folgerungen für die Lösung der Probleme in Deutschland ableiten lassen. Die bisher kaum öffentlich diskutierte Integrationsthematik ist inzwischen ins Zentrum der politischen Debatten gerückt. Die vom Teilprojekt A2 entwickelten Begriffe „mediale Integration“ und „Ethnomedien“ wurden sowohl im wissenschaftlichen als auch im politischen Diskurs aufgegriffen (so tauchen sie z. B. im Nationalen Integrationsplan (2007) der Bundesregierung auf). Neben der Entwicklung eines theoretischen Bezugsrahmens wurden eigene empirische Erhebungen durchgeführt, die insbesondere Fragen nach Inhalten russisch- und türkischsprachiger Printmedien, der Medienrezeption von in Deutschland lebenden Migranten sowie der Beteiligung von ethnischen Minderheiten in der deutschen Medienproduktion nachgehen. Die Arbeitsvorhaben einer dritten und letzten Phase verfolgen in erster Linie das Ziel, die Folgen des digitalen Medienumbruchs für den Prozess der interkulturellen medialen Integration zu untersuchen, da dieser digitale Umbruch für die Integration von Migranten eine besondere Herausforderung darstellt: Die zunehmende Digitalisierung – z. B. Social Web – erlaubt es, virtuelle Diaspora-Communities aufzubauen und die transnationale bzw. auf das Herkunftsland gerichtete Kommunikation zu stärken. Hierbei gilt es unter anderem, das Verhältnis der neuen digitalen Kommunikationsformen zur Öffentlichkeit der Aufnahmegesellschaft zu untersuchen, die sich im Zuge des digitalen Umbruchs ebenfalls weiter differenziert.

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Bibliographie zu "Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland (als Endnote-Datei)"


weitere Internetpräsenz des Projektes: Integration und Medien

Teilprojekte

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