A7 Kulturgeographie des Medienumbruchs analog/digital

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Projektleiter:
Prof. Dr. Jörg Döring
Tel.: +49(0)271/740-2464

MitarbeiterInnen:
Frederic Ponten
Dr. Tristan Thielmann

Raum: AE-B 103

Tel: +49 (0)271/740-4950

Projektlaufzeit:
2005 -

Projektfoto

Der Medienumbruch von den Analog- zu den Digitalmedien ist bislang ganz überwiegend mit einer medieninduzierten Überwindung des geographischen Raumes in Zusammenhang gebracht worden. Diese medientheoretisch profilierte These vom 'Verschwinden des Raumes' bzw. vom 'Ende der Geografie' (Virilio) gilt es einer kritischen Revision zu unterziehen, gerade vor dem Hintergrund einer unübersehbaren Renaissance raumtheoretischer Fragestellungen bzw. Diskursen der Verräumlichung in beinah allen kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Diese Renaissance hat sogar zu einer neuen Paradigmenbehauptung geführt: dem sogenannten spatial turn (Schlögel 2003). Bei der disziplinübergreifenden Begeisterung für dieses neue Paradigma fällt ins Auge, dass die approbierten Raumspezialisten aus der Fachgeographie nur selten gefragt sind bzw. sich zu Wort melden, obwohl das neue Spatialitätsparadigma viel der jüngeren kulturgeographischen Forschung verdankt. Das Projekt möchte diese Bezüge systematisch namhaft machen und in interdisziplinärer Kooperation überprüfen, inwieweit die Fragehorizonte und Methoden der neueren Kulturgeographie auch für Medienumbruchsforschung wirksam zu machen sind.

Daraus ergeben sich die folgenden Teilziele:

- Paradigmengeschichtlich soll der mögliche Zusammenhang zwischen dem 'Spatial turn' und dem kaum vorgängigen Medienumbruch von den Analog- zu den Digitalmedien untersucht werden. Zu prüfen ist, ob die Rückkehr des Raumes mit dessen 'Bagatellisierung' (Werber 2004) in medientheoretischen Diskursen zu verstehen ist

- Medienproduktanalytisch sollen die raumprägenden/- bildenden Konsequenzen der Digitalisierung anhand 'geographischer Imaginationen' (Gregory) im Kontext von Literatur, Großstadtfeuilleton, Werbebotschaften und der gewandelten Rhetorik kartographischer Texte untersucht werden

- Methodologisch soll das von der New Cultural Geography vorgeschlagene Konzept einer 'Spatialen Hermeneutik' (Soja) erprobt und evaluiert werden.


Zur externen Projekthomepage: www.mediengeographie.de

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Datenbank 'Geo-Visiotype der Telekommunikation'

Teilprojekte

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