B7 Virtualisierung von Skulptur: Rekonstruktion, Präsentation, Installation

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Projektleiter:
Dr. Manfred Bogen
Tel.: +49(0)2241/14-2366

Prof. Dr. Gundolf Winter
Tel.: +49(0)271/740-3368

MitarbeiterInnen:
Dr. Joanna Barck
Benjamin Beil
Roland Kuck
Prof. Dr. Jens Schröter
Moritz-Adolf Trappe

Raum: AE-B 004

Tel: +49 (0)271/740-4959, -4926

Projektlaufzeit:
2002 -

Projektfoto

Mit dem Aufkommen der technischen Massenmedien zu Beginn des 20. Jahrhunderts ? paradigmatisch vertreten durch den Film und seine Strukturmerkmale 'Geschwindigkeit', 'Dynamik' und 'Simultanität' - und dem technologischen Einschnitt zu Beginn des 21. Jahrhunderts - markiert durch den Computer als Basismodell für verschiedene Hypermedien mit den Strukturmerkmalen 'Multidimensionalität', 'Non-Direktionalität' und 'Non-Sequentialität' - haben sich nicht nur die medialen Voraussetzungen von Wahrnehmung grundlegend geändert. Vielmehr sind zugleich auch die Kategorien ihrer Beschreibung, die Anschauungsformen von Raum und Zeit, in ein neues Verhältnis getreten, das s im Phänomen der Virtualisierung exemplarisch zum Ausdruck kommt. Mit dieser Umakzentuierung wird zugleich das System der Kunstformen neu gegliedert, was die theoretische Ausrichtung von Beschreibungsmodellen dieses Medienumbruchs am Beginn des 21. Jahrhunderts zu berücksichtigen hat.

Der Forschungsansatz des Teilprojekts B7 beruht auf der Annahme, dass sich die Phänomene der Virtualisierung nicht länger mit den am Gegenstandsbereich des Flächenbildes (Malerei, Fotografie und Film) erprobten Modellen erfassen lassen, die in der Regel Projektionsverfahren des Dreidimensionalen aufs Zweidimensionale sind und vorzugsweise die zentralperspektivische Projektion zugrundelegen. Paradigmatische und komparatistisch ertragreiche Konzepte, die zur Modellbildung für die Analyse von virtueller Figuration und Räumlichkeit herangezogen werden können, sind dagegen jene Verfahren der dreidimensionalen Konstruktion von Figur und Raum, wie sie insbesondere in Gesamtkunstwerkkonzepten, z.B. in barocken Skulpturengärten zum Ausdruck kommen.

Das Teilprojekt wird am Paradigma der 'Virtualisierung von Skulptur' das Verhältnis von Figuration und Räumlichkeit im mehrdimensionalen und multidirektionalen Raum-Bild analysieren. Die barocke Skulptur bildet dabei den Ausgangspunkt erstens für die medienästhetische Untersuchung von Raummodellen der Simulation dreidimensionaler Objekte (in der Virtualisierung) und zweitens für die Klärung kunstwissenschaftlicher Fragen der Rekonstruktion, Präsentation und Installation skulpturaler Figurationen und ihrer Interaktion.

Als Grundlage für dieses Forschungsprojekt dienen die barocken Skulpturengruppen Ginanlorenzo Berninis (Villa Borghese, Rom). Die (über-)lebensgroßen Figuren sollen mit den Werkzeugen der Computergrafik dreidimensional rekonstruiert, modelliert und in der Cyber-Stage in Echtzeit simuliert werden, so dass alle Figuren in virtuellen Interaktionen bzw. variablen Ansichten verfügbar sind.




Diplomarbeiten, die im Rahmen des Forschungsprojektes entstanden sind:

Andreas Bernstein: Alternative Szenengraphenkonzepte, Diplomarbeit 2007, Bauhaus-Universität Weimar (Betreuer Roland Kuck)

Tim Jansen: Kollaborative Interaktion in virtuellen Umgebungen im kunsthistorischen Kontext, Diplomarbeit 2007, FH Nürnberg (Betreuer: Roland Kuck)

Martin Friedrich: Verschiedene Ansichten für mehrere Anwender in gemeinsam genutzten virtuellen Umgebungen, Masterarbeit 2008, Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg (Betreuer: Prof. Dr. Wolfgang Heiden)

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Programm:Virtuelle Welten


Teilprojekte

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