B9 Mediennarrationen und Medienspiele

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Projektleiter:
apl. Prof. Dr. Rainer Leschke
Tel.: +49(0)271/740-2411

MitarbeiterInnen:
Henriette Heidbrink
Johannes Paßmann
Sascha Simons
Jochen Venus

Raum: AE-B 202

Tel: +49 (0)271/740-4916

Projektlaufzeit:
2005 -

Projektfoto

Das Teilprojekt 'Mediennarrationen und Medienspiele' will die Hybridformen von Spiel und Erzählung, die sich in Computerspielen und Spielfilmen seit den 1990er Jahren verstärkt beobachten lassen, formalästhetisch und funktionslogisch analysieren und in einer Typologie zusammenfassen. Diese Analyse der aktuellen massenattraktiven Medienproduktion unter dem Gesichtspunkt der basalen und transmedialen Differenz von Spiel und Erzählung soll die zentralen medienästhetischen Umstrukturierungen, die mit dem digitalen Medienumbruch einher gehen, darstellen und darüber hinaus einen Beitrag zur Theoriebildung medialer Formen leisten.Das Teilprojekt verfolgt sowohl kategoriale als auch materialanalytische Fragestellungen und Ziele. Die kategorialen Ziele, die in engem Wechselspiel mit der Analyse des medialen Materials erreicht werden sollen, bestehen zum einen in der Entfaltung des Begriffs der medialen Form und zum anderen in einer Analyse der Formdifferenzen zwischen Spiel und Erzählung sowie der auftretenden Formhybride. Die materialanalytischen Ziele die Rekonstruktion dominanter Gestaltungsweisen zeitgenössischer Computerspiel- und Spielfilmproduktion sollen mittels seriell durchgeführter Analyseroutinen erreicht und die Ergebnisse in Publikationen sowie in einer Datenbank zugänglich gemacht werden. Der zugrunde gelegte strukturfunktionale Ansatz hat Implikationen für die Gegenstandskonstruktion und den methodischen Zugang: Der Gegenstandsbereich besteht aus denjenigen populären Filmen und Computerspielen, die jeweils Elemente der anderen medialen Form Spiel bzw. Narration in die Konstruktion der eignen medialen Formen aufgenommen haben. Die Analyse beschäftigt sich dann mit den Strukturen dieser Implementierung von Formen. Dabei soll auf der Basis von Strukturvergleichen die Funktionalität der Formen in der jeweils anderen medialen Form bestimmt werden.

Mediale Formen sind historisch kontingente Sachverhalte. Sie können nicht aus menschlichen, technischen oder sozialen 'Grundtatbeständen' abgeleitet werden, sondern sind historisch erprobte, quasi mimetisch konsolidierte mediale Gestaltungsweisen, die sich mit der Zeit von ihren 'ursprünglichen' Erfolgsbedingungen durchaus lösen können und eine Selbstverständlichkeit gewinnen, die nur in Umbruchsphasen problematisiert und gleichsam getestet wird. Daher kann das Teilprojekt nicht schematisch ein Repertoire relevanter Formen aufstellen. Vielmehr müssen zunächst in einer Explorationsphase heuristische Formenrepertoires kulturell etablierter Spiel- und Erzählformen erstellt werden, die dann am Material auf ihre Relevanz zu prüfen sind. Es ist damit zu rechnen, dass die zu Grunde gelegten Formenrepertoires im Verlauf der Analyse an Transparenz gewinnen, irrelevante Formenkategorien aussortiert und Kategorien ähnlicher Zielrichtung zusammengefasst werden können.

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weitere Internetpräsenz des Teilprojektes: Medienmorphologie

Tagungs-Seite

Internetseite zur Tagung


Programm zum Workshop: Virtuelle Spiele: Film und Computer


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