MT Methoden und Werkzeuge zur rechnergestützten medienwissenschaftlichen Analyse

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Projektleiter:
Prof. Dr. Bernd Freisleben
Tel.: +49(0)6421/2821568

Prof. Dr. Manfred Grauer
Tel.: +49(0)271/740-3269

MitarbeiterInnen:
Ralph Ewerth
Markus Mühling
Dominik Seiler
Thilo Stadelmann
Frank Thilo
Annette Wiebusch

Raum: AE-B 207

Tel: +49 (0)271/740-4958

Projektlaufzeit:
2002 -

Ausgehend von den Arbeiten der ersten Projektphase, in der fundamentale technische Methoden der Organisation heterogener Daten und Softwarewerkzeuge zur grundlegenden audiovisuellen Datenanalyse entwickelt wurden, sollen in der zweiten Projektphase Methoden untersucht werden, die die Kluft zwischen den für Benutzer inhaltlich relevanten Informationen und den tatsächlich verfügbaren Daten verringern. Hierzu soll eine verteilte Softwareinfrastruktur nach dem Paradigma des "Grid Computing" bereitgestellt werden, mit dem generellen Ziel, externe heterogene Datenbestände verknüpfen und Rechnerressourcen zur parallelen Abarbeitung rechenintensiver audiovisueller Analyseprozesse nutzen zu können. Insbesondere sollen den Medienwissenschaftlern neue, qualitativ hochwertige Möglichkeiten der Informationssuche in textuellen Daten, der expliziten oder automatischen Herstellung von Kontextbezügen und des Wissensmanagements erschlossen werden.

Die existierenden Analysewerkzeuge für audiovisuelle Daten werden in Richtung der inhaltlich relevanten Informationsextraktion weiter entwickelt, und die generierten Metadaten werden unter Berücksichtigung der vorgenannten Explorationsmöglichkeiten in das Gesamtsystem integriert. Rechenintensive Aufgaben der Bild- und Videoanalyse können im Rahmen der Grid-Architektur verteilt "offline" berechnet werden. Lag im Bereich der Filmanalyse der Fokus bislang z.B. auf der zeitlichen Segmentierung von Videos und der Detektion von Texten in Videos, so liegt der Schwerpunkt in der zweiten Projektphase auf der Extraktion und dem Finden von inhaltlich relevanten Objekten und Ereignissen in multimedialen Daten. Beispiele hierfür sind die Texterkennung, Sprecherklassifikation und die Personendetektion in Videodaten. Neben den genannten Aspekten gibt es in der Filmproduktion selbstverständlich weitere Mittel der inhaltlichen und ästhetischen Präsentation. In der Forschung zur computergestützten Filmanalyse hat sich jüngst der Begriff "Computational Media Aesthetics" etabliert. Aufbauend auf dem Wissen, nach welchen Regeln Filmemacher Filme gestalten, wird innerhalb der Computational Media Aesthetics die Entwicklung von Methoden propagiert, die die aus diesen Regeln resultierenden Muster "berechnen". Beispiele für solche ästhetischen Aspekte sind die "Berechnung" von Einstellungsgrößen und -perspektiven, Filmtempo und Dialogmuster in einem Film. Im Rahmen des MT-Projekts ist geplant, solche Algorithmen in Zusammenarbeit mit Medienwissenschaftlern zu entwickeln.

Das Teilprojekt MT hat Datenbestände von mehreren anderen Teilprojekten in das System Mediana integriert bzw. diese bei der Entwicklung von Datenbanklösungen unterstützt. Ein Beispiel für einen web-basierten Zugriff auf Datenbestände des FK mittels einer geeigneten Visualisierung finden Sie hier.

Es handelt sich um eine Visualisierungskomponente für die Siegener Wanderkino-Datenbank des Teilprojekts A5.

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Teilprojekte

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